| FC Hertha 03 Zehlendorf - Adlershofer BC 06.06.2010 |
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| Sonntag, 6. Juni 2010 | |
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Berlin-Liga, 06.06.2010 (71 Zuschauer) Was gibt es schöneres als an solch einem herrlichen Sommertag Fußball zu gucken? Eben, gar nichts und so machte ich mich zum zweiten Male binnen kürzester Zeit auf nach Berlin-Zehlendorf um endlich das Ernst-Reuter-Stadion abzuhaken.
Bis zur Stadtgrenze Berlins lief der Verkehr gewohnt flüssig, war ja schließlich auch Sonntag und die meisten der unzähligen Brummifahrer vergnügten sich auf einer x-beliebigen Rastanlage. Dafür sollten uns tausende bekloppter Leute auf ihren muskelbetriebenen Zweirädern in die Quere kommen. In Berlin und Brandenburg hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Berlin e. V. zur diesjährigen Fahrradsternfahrt aufgerufen und mehr als 200.000 Zweiradfahrer waren dem Aufruf gefolgt. Das wäre an sich nicht weiter schlimm gewesen wenn nicht Teile der Stadtautobahn für den Autoverkehr gesperrt worden wären. Ab dem ehemaligen Zollamt Dreilinden ging gar nichts mehr. Die Polizei hatte die A115 kurzerhand komplett für den Kraftverkehr gesperrt und so wälzte sich der Verkehr ab hier über die Bundesstraße 1 mitten durch die Stadt. Dummerweise war das auch unser ursprünglicher Weg nach Zehlendorf und so reihte man sich zähneknirschend in die Blechlawine ein. Zum Glück ist die B1 in diesem Bereich als breite vierspurige Einfall –bzw. Ausfallstraße konzipiert so dass sich das übermäßige Verkehrsaufkommen langsam auflösen konnte.
Drei Minuten vor dem Anpfiff hatten wir die Onkel-Tom-Straße (die heißt wirklich so wie unser qiumi-user) endlich erreicht. Da heute scheinbar alle Berliner auf ihrem Drahtesel saßen und somit ihre Autos zu Hause blieben war weit und breit kein freier Parkplatz in Sicht. Ich kam langsam in Wallung da bot die Melse an das Auto zu parken. Also wechselte sie kurzerhand vom Beifahrersitz hinters Steuer. Ich sprintete derweil zum Eingang des Ernst-Reuter-Stadions. Pünktlich mit Beginn der Partie wurde die Zahlstation am Eingang passiert. Ein Kassenhäuschen gab es zwar nicht aber der Holztisch im Grundschulenstyle und der dazu passende Stuhl hatten ihren ganz eigenen Charme.
Nun aber zurück in die Gegenwart. In der heutigen Partie standen sich mit Hertha Zehlendorf und dem Adlershofer BC der Dritte und Vierte der Berlin-Liga gegenüber. Nach oben geht aber für beide nichts mehr da mit der Zweiten von Union der Aufsteiger in Liga fünf bereits seit längerem fest steht. Man durfte sich dennoch auf ein temporeiches Spiel freuen zumal sich heute die beiden Top-Torjäger der Liga gegenüber standen. Der Zehlendorfer Ludwig traf statistisch in jedem der bisherigen 34 Ligaspiele. Sein Gegenüber Martin traf mit 28 Treffern nur unwesentlich weniger oft ins Schwarze.
Die Gastgeber kontrollierten zwar die Anfangsphase der Partie, der erste Treffer des Tages gelang allerdings dem ABC nach knapp einer halben Stunde. Natürlich traf deren Toptorschütze Martin zur 1:0 Führung. Zehlendorf stemmte sich nun mit Macht gegen den Rückstand und drehte tatsächlich noch vor der Pause mit einem Doppelschlag (36. und 38.) die Partie. Der zweite Treffer ging auf das Konto des Hertha-Torjägers Ludwig der damit im 35. Spiel das 35. Mal einnetzte. Im zweiten Spielabschnitt spielten nur noch die Gäste aus Adlershof. Zehlendorf hechelte nur noch hinterher. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn glich Martin mit Saisontor Nummer 30 zum 2:2 aus. Den nächsten großen Auftritt hatte dann wieder der Hertha-Stürmer allerdings keinen besonders rühmlichen. In der 65. Spielminute beging er ein derart brutales Foul das er direkt zum Duschen gehen durfte. Die Abkühlung dürfte ihm auch gut getan haben denn dieses Einsteigen war völlig unnötig und übermotiviert zumal sich die fragliche Szene im Niemandsland des Mittelfeldes abgespielt hatte. Der Gästetrainer kommentierte die Kurzschlussaktion des Zehlendorfer Stürmers mit den Worten „Wenn der rauskommt kriegt er ne Schelle von mir“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Der Gefoulte musste übrigens ausgewechselt werden. Nach der längeren Unterbrechung wurde auch wieder Fußball gespielt. Eine Viertelstunde vor Schluss sorgte Martin mit seinem dritten Treffer des Tages für die erneute Gästeführung. In der Schlussminute machten die Gäste mit dem Treffer zum 2:4 alles klar. Das letzte Tor des Tages ging tatsächlich mal nicht auf das Konto des ABC-Stürmers.
Für uns ging es mit dem Schlusspfiff direkt zurück zum Wagen und das war auch gut so. In der Nähe meines Wagens scharwenzelten schon zwei Beamte des Ordnungsdienstes herum und kontrollierten die abgestellten Pkws auf ihre ordnungsgemäßen Umweltplaketten und da liegt der Hase im Pfeffer denn ich bin leider nur im Besitz einer gelben Plakette. Die Jungs waren aber eine Spur zu langsam und so war man genauso schnell verschwunden wie man gekommen war. Nach Hause sollte es allerdings noch nicht gehen. Wie schon in Speyer, Konstanz und Hannoi so wurde auch in Berlin das Sea-Life gekreuzt. Fische so weit das Auge reicht sag ich euch aber das absolute Highlight ist der AquaDom mit einer Million Liter Salzwasser. Der Clou ist allerdings das man in einem gläsernem Fahrstuhl durch die Wassersäule fährt. Nach diesem Ausflug in die Unterwasserwelt und einem anschließendem kurzen Stadtbummel ging es zurück in die Heimat.
Essen: Bratwurst 2,- Boulette 1,50
Getränke: Bier/Gespritztes 1,80 (0,3l) Hefeweizen 2,50 (0,5l) Kaffee/Tee 1,- Heiße Schokolade 1,90 Monsterslush 1,- (0,2l) zu den Bildern
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