| FC Eintracht Rheine - SuS Neuenkirchen 20.05.2010 |
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| Donnerstag, 20. Mai 2010 | |
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Westfalenliga 1, 20.05.2010 (421 Zuschauer) Und schon wieder keine Arbeit für mich, was liegt da näher als die freie Zeit zum Hoppen zu nutzen. Der FC Eintracht Rheine und somit das Auto-Senger-Stadion standen schon etwas länger auf meiner To-do-Liste und nach einem Blick auf deren Homepage, wo übrigens vom Derby aller Derbys gesprochen wurde, war klar das es heute gen Westen gehen würde.
Beim zweiten Blick auf deren Informationsorgan fiel mir auf das die kleine Eintracht gar nicht mehr im Auto-Senger-Stadion sondern in einer ominösen OBI-Arena kickt. Sollte sich der momentane Westfalenligist etwa heimlich, still und leise ein neues Stadion vor die Haustür gestellt haben? Dem war natürlich nicht so. Die überregional agierende Baumarktkette mit dem Biber als Frontmann hatte für kleines Geld den Stadionnamen erworben.
Obwohl ich mich recht frühzeitig auf den rund 240 Kilometer langen Weg nach Rheine gemacht hatte machte mir ein ziemlich deftiger Stau im Bereich des Autobahnkreuzes Hannover-Ost einen dicken Strich durch die Rechnung. Dass in diesem Bereich eine etwa zehn Kilometer lange Wanderbaustelle eingerichtet wurde war mir ja durchaus bekannt gewesen aber warum ausgerechnet hier und heute sich ein osteuropäischer LKW-Fahrer samt seiner Ladung in den Graben legen musste ist mir unbegreiflich. So verrann Minute um Minute und ich kam nur im Schneckentempo voran. Zwischenzeitlich wurde ich gar von einem Peterwagen zur Seite gehupt, Platz wurde allerdings nur wiederwillig gemacht. Als ich endlich den verunfallten LKW passiert hatte und der Verkehr wieder in einigermaßen flüssigen Bahnen verlief sagte mein Navi eine Ankunftszeit voraus die rund 15 Minuten nach dem Anpfiff der Partie in Rheine gelegen hätte. Es musste also mal wieder Bruder Bleifuß ausgepackt werden und siehe da exakt fünf Minuten vor dem Anpfiff konnte der Zündschlüssel aus seinem Schloss gezogen werden. Schnell noch die Kamera geschnappt und das Kassenhäuschen passiert und schon konnte der Anpfiff zum Derby aller Derbys erfolgen.
In der 7.500 Zuschauer fassenden Heimspielstätte des FC Eintracht Rheine hatte sich tatsächlich eine für die Liga staatliche Kulisse eingefunden, der Stadionsprecher sollte später 421 zahlende Zuschauer vermelden. Für einen Wochentag und aufgrund der Tatsache das beide Teams weder mit dem Auf- noch Abstieg etwas zu tun haben eine ordentliche Zuschauerzahl. Kann man besser nicht machen. Aber auch sonst sollte ich mein Kommen nicht bereuen. Ich hatte gerade meine Stadionrunde begonnen da ertönte ein greller Pfiff und der Schiri zeigte unmissverständlich auf den Elfmeterpunkt. Die Chance zur Führung ließ sich der Gefoulte nicht entgehen, schnappte sich das Leder und verwandelte sicher unten rechts zur 1:0 Führung für die Gastgeber. Mit der frühen Führung im Rücken spielten die Hausherren weiter groß auf. Immer wieder ergaben sich gute Einschußmöglichkeiten für den Underdog doch mussten die meisten der gekommenen Zuschauer bis zur 30. Spielminute warten eh es wieder etwas zu bejubeln gab. Nach einem Katastrophenpass in der Neuenkirchner Abwehr hatte der Angreifer aus Rheine keine Mühe zum 2:0 einzuschieben. Die Gäste schienen nun langsam aufzuwachen und beteiligten sich mehr und mehr am Spielgeschehen. Der Lohn der Mühen war ein glasklarer Elfmeter in der 42. Minute. Das sahen alle so, nur nicht das Schiedsrichtertrio, die ließen weiter spielen. Der Pöbel war geweckt und so machte der Schiri seinen Fehler nur drei Minuten später wieder gut und zeigte mit einer Konzessionsentscheidung auf den Punkt. Schuss, Tor und nur noch 2:1 für die Hausherren. So ging es auch in die Halbzeit und für mich direkt an die Pommesbude wo eine äußerst leckere Pommes/Schranke vertilgt wurde.
Im zweiten Spielabschnitt verlegten sich die Hausherren immer mehr aufs Kontern, schließlich mussten die Gäste etwas tun um hier nicht als Verlierer den Platz zu verlassen. Mitte der zweiten Hälfte machte Rheine dann mit einem Traumschuss in den Winkel den Deckel drauf. Acht Minuten vor dem Ende brachte sich Rheine allerdings selbstverschuldet noch einmal in Schwierigkeiten als ein Spieler der Gäste im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß, übrigens der dritte der Partie, verwandelten die Gäste zum 2:3. In der Schlussminute musste der Heimanhang noch einmal den Atem anhalten als sich den Gästen die Riesenchance zum durchaus verdienten Ausgleich bot. Doch zum Glück, zumindest aus Sicht des FCE, verzog der Neuenkirchner Stürmer allzu überhastet so dass es letztlich beim 3:2 für Rheine blieb. Für die Gäste ging es ohne Punkte auf den kurzen Heimweg. Für den Anhang des FCE wurde ob des Umstandes dass das hier heute das letzte Heimspiel der Saison war Freibier ausgelobt. Mich zog es allerdings wieder gen Heimat. Dieses Mal zum Glück ohne Stau.
Essen: Bratwurst 1,80 Currywurst 2,- Zigeuner -oder Jägerwurst 2,30 Currywurst/Pommes 3,50 Pommes 1,30
Getränke: Bier/Alster 2,- Cola u. Co 2,- Wasser 2,- (jeweils 0,3l) Kaffee 1,- Schnäpse 0,70 - 1,20 (2cl) zu den Bildern
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